Immanuel Kant: ein Aufklärer im Sinne der Menschheit

Immanuel Kant war ein Aufklärer und ist eine der Verfächter dieser Epoche, wenn cniht der meist bekannteste.Immanuel Kant, welcher am 22.04. im Jahr 1724 geboren wurde, ist aus keinem Geschichtsbuch mehr wegzudenken, denn er machte sich nicht nur als Schriftsteller mit Werken, wie “Nathan der Weise” sondern auch als Aufklärer einen Namen, der weltweit bekannt ist.

Immanuel Kant: Eckdaten

Als wichtigste Eckdaten seiner Biographie sind der frühe Verlust fünf seiner Geschwister und die frühzeitige Bildung im Kindesalter zu nennen. Bereits im Alter von sechzehn Jahren begann er, unter anderem, Naturwissenschaften und Philosophie zu studieren, fand aber vorerst nur eine Anstellung als Hauslehrer. Nachdem er sein Studium 1754 wieder aufnahm, wurde er Privatdozent für über ein Dutzend Fächer. Bei seinem Publikum galt er als sehr beliebt, weniger aber bei der preußischen Zensurbehörde. An Pressefreiheit war im achtzehnten Jahrhundert nicht zu denken, denn die Regierung plagte die Angst vor der Aufklärung.

Aufruf zum kritischen Denken

Die Epoche der Aufklärung ist durch das Umdenken der Menschen gezeichnet, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Berühmte Aufklärer, wie Immanuel Kant oder Voltaire riefen das Volk dazu auf, kritischer zu werden und Dinge zu hinterfragen. Dabei zielten sie vor allem auf die damalige Vormachtstellung der Kirche und die Unterdrückung durch den Adel ab. Da jeder Mensch als begabtes Individuum selbst denken und sich eine eigene Meinung bilden kann, sei kein Mensch dazu verpflichtet, sein Leben von anderen in Bahnen lenken zu lassen. Aus diesem Grund sollte die Bevölkerung begreifen, dass die bestehende Gesellschaftsordnung und Hierarchie weder von Gott gewollt, noch zwingend die beste ist. Im Zeitalter der Aufklärung begannen viele intelligente Menschen, darunter auch Immanuel Kant, sich Gedanken zu machen, wie ein besseres System aussehen müsste und wie es durchzusetzen sein wird. Auf die Aufklärung folgte die Revolution, die teilweise auf radikale Art den Weg für eine neue Gesellschaft ebnen sollte.

“Der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit”

Doch bevor es soweit war, leistete Kant einen großen Beitrag zum Selbstbewusstsein des Bürgers. Seine Definition der Aufklärung, welche “der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit” sei, prägte das Denken vieler Menschen. Weiterhin behauptete Kant: “Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines eigenen Verstandes ohne die Leitung eines andere bedienen zu können. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” Die selbstverschuldete Unmündigkeit versinnbildlicht die Widerstandslosigkeit des Volkes, welches seine Bevormundung akzeptierte. Kant übte Kritik an der bedingungslosen Eingliederung der Bürger und Bauern in das Ständesystem und an Adel und Klerus als alleinige Machthaber. Leitung durch einen anderen behindere laut Kant die Entwicklung eines Volkes und Ablasshandel und andere kirchliche Vorgaben engen die Wissenschaft auf einer Grundlage der Vernunft ein.
Kant selbst strebte eine vom Volk ausgehende Regierung an, eine Demokratie. Demokratie leitet sich aus den griechischen Wörtern demos und kratia ab und bedeutet “Sache des Volkes”. Er rief die Menschen dazu auf, “sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen”, also gegen Missstände der Gesellschaft vorzugehen und sich für die Gleichheit und Freiheit des Menschen einzusetzen. Wenn jeder sich in Politik und Wirtschaft einbringe, so Kant, könne jeder Mensch an seiner eigenen Zukunft und der des Landes mitbestimmen.

Jede Handlung soll einen Nutzen und keinen Schaden bringen

Des Weiteren beeinflusste Immanuel Kant Menschen mit seinem Postulat “Handle so, dass die Maxime deines Wollens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!”. Er verlangte also nicht nur die Ausrichtung auf das eigene Wohl, sondern auch immer Sinne aller Mitmenschen. Gesetze sollen zur Wiederspiegelung moralischer Werte und nicht als Mittel zur Machtausübung für den Adel aufgestellt werden. Jede Handlung sollte nach Kant so aufgebaut sein, dass sie der Menschheit einen Nutzen, vor allem aber keinen Schaden bringt.

Mit Kants Tod am 12. Februar 1804 ging der Welt eine bedeutende Persönlichkeit verloren, doch werden seine Werke noch heute mit großem Respekt geachtet.

Gemaltes Portrait von Immanuel Kant; Uhrheber: unspecified; Quelle: Wikipedia

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