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	<description>Ihr Informationsportal rund ums Thema Philosophie und Philosophen</description>
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		<title>Sagen und Legenden als philosophische Werke</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 14:06:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Philosophische Werke stellen meist eine Auffassung eines Ereignisses und dem Verständnis dessen dar. Sagen und Legenden sagt man, haben immer einen wahren Kern. Die Suche nach diesem Funken Wahrheit und das Nachsinnieren über die Einzelheiten, Details und Umstände wird philosophieren genannt. Das Schwierigste an der Philosophie ist das Erkennen und Ordnen systematischer Zusammenhänge. Dadurch werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/12/432px-Nibelungenlied_manuscript-c_f1r-216x300.jpg" alt="" title="Nibelungenlied Manuskript" width="216" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-50" /><strong>Philosophische Werke stellen meist eine Auffassung eines Ereignisses und dem Verständnis dessen dar. Sagen und Legenden sagt man, haben immer einen wahren Kern. Die Suche nach diesem Funken Wahrheit und das Nachsinnieren über die Einzelheiten, Details und Umstände wird philosophieren genannt. Das Schwierigste an der Philosophie ist das Erkennen und Ordnen systematischer Zusammenhänge. Dadurch werden Grundgedanken geklärt.</strong></p>
<h2>Eine Sage und was sie bedeutet</h2>
<p>Gerade in ländlichen Bereichen, von Gebirgen umgeben und von anderen Örtlichkeiten abgeschnitten, ist die Fantasie der Einwohner rege, und ganz banale Vorkommnisse mutieren im Volksmund zu Gruselgeschichten und entwickeln schließlich ein Eigenleben. Soll heißen, die Kriterien, die zur Entstehung einer Sage beitragen, sind weitestgehend erfüllt. Ein Mann aus dem dunklen Mittelalter lebt auch heute noch in den Legenden um seine Person weiter, weil seine Grausamkeit als Scherge (Gerichtsdiener) grenzenlos zu sein schien. Der Teufel habe ihn in seiner schlimmsten Stunde geholt und in einem See mit einem Mühlstein um den Hals versenkt, lautet eine der Varianten, die seinen rätselhaften Tod erklären soll. Eine weitere Version schildert, dass der Teufel in einer schwarzen Kutsche mit sechs schwarzen Rappen vorgespannt, direkt mit dem armen &#8220;Schergen-Toni&#8221; durch den Burggraben in die Hölle gefahren sei.</p>
<h2>Die Fakten</h2>
<p>Der &#8220;Schergen Toni&#8221; existierte wirklich und seine Grausamkeit hatte wirklich jedes Maß gesprengt. Er fand Gefallen daran, seine Macht an den armen Gefangenen zu demonstrieren und das Geschrei der Gequälten hallte schauerlich durch die Burgmauern. Als der Scherge aber dann auch von Fieber befallen darnieder lag, und seine letzte Stunde kommen sah, war es wohl nicht der Teufel, der ihn holte. Die Fakten schildern ein Verschwinden seiner Person, aber nicht, von wem und warum. Wahrscheinlich wollte man seiner Grausamkeit Einhalt gebieten und verschleppte ihn. Ob er tatsächlich getötet wurde, bleibt im Dunkeln. Doch die Fantasie der Menschen wurde belebt und der Funke Wahrheit überlebte bis heute.</p>
<h2>Philosophische Werke</h2>
<p><a href="http://www.history.de/videos/videokatalog/Kultur/video-Von-Mythen-Sagen-und-Legenden-Das-Schiff-des-Odyseuss-Legende-Mythen-Odyseuss-121599.html" target="_blank"><br />
Sagen und Legenden</a> sind etwas Wunderbares. Große philosophische Werke gingen aus ihnen hervor und begeistern die Nachwelt mit eindrucksvollen Schilderungen und großartigen Erlebnissen. Ohne die Sagen und Legenden die bereits seit der Antike existieren, gäbe es viele Dinge heute nicht. Die großen Philosophen wie Sokrates und sein Schüler Platon haben ihre Ansichten mit Hilfe von Sagen und Legenden untermauert. </p>
<p>Bildquelle: Wikimedia: Nibelungenlied Manuscript C, Folio 1r, about 1220-1250</p>
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		<title>Platon: der Schüler des großen Sokrates</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 17:49:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Platon war ein berühmter Philosoph der Antike, der vermutlich 427 v. Chr. in Athen geboren und wurde und 347 v. Chr. dort starb. Platon entstammte einer reichen Familie und schlug zunächst eine politische Laufbahn ein, die aber nicht lange währte. Platons Lehrer Stattdessen wurde er mit zwanzig Jahren ein Schüler des Philosophen Sokrates. Da Sokrates [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/08/Platon-215x300.jpg" alt="Platon war und ist einer der größten Philosophen des antiken Griechenlands." title="Kopf des Platon, römische Kopie. Das Original war bald nach dem Tod (348 v. Chr.) in der Akademie aufgestellt worden." width="215" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-39" /><strong>Platon war ein berühmter Philosoph der Antike, der vermutlich 427 v. Chr. in Athen geboren und wurde und 347 v. Chr. dort starb. Platon entstammte einer reichen Familie und schlug zunächst eine politische Laufbahn ein, die aber nicht lange währte.</strong></p>
<h2>Platons Lehrer</h2>
<p>Stattdessen wurde er mit zwanzig Jahren ein Schüler des Philosophen Sokrates. Da Sokrates selbst keine schriftlichen Werke hinterließ, ist es vor allem Platon zu verdanken, dass seine Lehren durch ihn und weitere Schüler überliefert wurden. Sokrates wurde im Jahr 399 v. Chr. hingerichtet, was ein Wendepunkt in Platons Leben war. Die Verurteilung seines Lehrers erschütterte ihn und brachte ihn endgültig gegen das politische System der wiederhergestellten attischen Demokratie auf.</p>
<h2>Platons Reisen und Schulgründung</h2>
<p>Platons erste große Reise führte ihn 389/388 v. Chr. nach Sizilien. Er besuchte mehrere Philosophen und machte die Bekanntschaft mit Dionysios, dem Tyrannen von Syrakus. Über diese Begegnung und eine Auseinandersetzung zwischen dem idealistischen Philosophen und dem Gewaltherrscher ranken sich viele Legenden. Nach seiner Rückkehr nach Athen gründete Platon dort 387 v. Chr. die erste Philosophenschule Griechenlands, die Akademie. Die Akademie hatte in mehreren Hinsichten Revolutionscharakter. Zum einen herrschte dort Gleichberechtigung unter den Schülern. Der Unterricht war kostenlos, die Herkunft war nicht von Belang und auch Frauen konnten teilnehmen. Die Schüler wurden in wissenschaftlichen und philosophischen Grundlagen unterrichtet mit einem großen Fokus auf der Mathematik. Platon regte sie zu eigenständigem Denken und Forschungen an. Er lehrte in der Akademie rund zwanzig Jahre, die nach seinem Tod von weiteren Lehrern mit manchen Veränderungen bis in die Spätantike fortgeführt wurde. Platons berühmtester Schüler war Aristoteles, der sich von Platon sowohl inspirieren ließ als auch einigen seiner Theorien und Lehren widersprach und eigene Ansichten entwickelte.</p>
<h2>Die Ideenlehre und das Höhlengleichnis</h2>
<p>Zu Platons wichtigsten und bekanntesten Theorien gehört die Ideenlehre. Mit Ideen sind nicht Einfälle oder Gedanken gemeint, wie es dem heutigen Sprachverständnis entspricht, sondern Urformen der Dinge, die die Menschen in der Realität wahrnehmen. Die Dinge sind bloße Abbilder der Ideen, die selbst unvergänglich sind. Die höchste und wertvollste Idee ist die Idee des Guten. Zur Illustrierung dieser Theorie benutzt Platon das Höhlengleichnis, das den Gedanken anschaulich vermittelt: Eine unterirdische Höhle stellt dabei die Welt dar, in der die Menschen leben. Ihr Blick ist auf eine Wand in der Höhle beschränkt, da sie gefesselt sind. Im Hintergrund lodert ein Feuer und verschiedene Gegenstände werfen ihre Schatten auf die Wand. Diese Schatten werden wiederum von den Menschen wahrgenommen und entsprechen allen Dingen, die sie in ihrem alltäglichen Leben sehen. Sie halten demnach die Schattenbilder für die Realität und erkennen nicht, dass sie nur ein Abbild der eigentlichen Realität, der Idee dahinter, sind. Im Höhlengleichnis gelingt einem der Menschen die Befreiung, er dreht sich um und erkennt die Wahrheit hinter den Abbildern. Tritt er aus der Höhle, kann er zunächst wegen des ihn blendenden Sonnenlichtes kaum etwas erkennen, bis allmählich der Gewöhnungseffekt eintritt. Die Sonne steht dabei für das höchste Prinzip, die Idee des Guten, das die Seele des Menschen nur in einem schweren Prozess erkennen und erreichen kann. Platons Lehre besagt, dass der Mensch sich nicht alleine auf seine Sinne verlassen soll, da diese wie im Höhlengleichnis getäuscht werden können. Stattdessen betont er die Bedeutung der Vernunft, die den Zugang zu den Ideen erst ermöglicht.</p>
<p>Bild: Kopf des Platon, römische Kopie. Das Original war bald nach dem Tod (348 v. Chr.) in der Akademie aufgestellt worden; Urheber User:Bibi Saint-Pol, own work, 2007-02-08; Bildquelle: Wikipedia</p>
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		<title>Berühmte Philosophen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 15:09:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Versuch die Welt und die menschliche Existenz zu deuten ist sicherlich so alt wie die Menschheit selbst. Historisch gehen die Anfänge überlieferten Denkens im abendländischen Kulturkreis bis auf das 6. vorchristliche Jahrhundert zurück. Die Geschichte der westlichen Philosophie nahm zu jener Zeit im antiken Griechenland ihren Anfang. Von der Antike bis zur frühen Neuzeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/08/Philosophie-300x214.jpg" alt="Es gibt viele berühmte Philosophen, und sie reichen zurück bis ins 6. vorchristliche Jahrhundert." title="Philosophie in einer Wörter Wolke" width="300" height="214" class="alignleft size-medium wp-image-33" /><strong>Der Versuch die Welt und die menschliche Existenz zu deuten ist sicherlich so alt wie die Menschheit selbst. Historisch gehen die Anfänge überlieferten Denkens im abendländischen Kulturkreis bis auf das 6. vorchristliche Jahrhundert zurück. Die Geschichte der westlichen Philosophie nahm zu jener Zeit im antiken Griechenland ihren Anfang.</strong></p>
<h2>Von der Antike bis zur frühen Neuzeit</h2>
<p>Erste philosophische Ansätze weisen hauptsächlich auf eine Auseinandersetzung mit naturphilosophischen Fragen hin. Die ersten namentlich bekannten Philosophen wie Thales von Milet und Empedokles setzten sich mit der Deutung der Materie auseinander. Pythagoras erklärte die Mathematik zur Grundlage des Existierenden, Heraklit philosophierte über das Werden und Vergehen. Zum Leitbild der abendländischen Philosophie wurde schließlich der Athener Sokrates, der von 469 bis 399 v. Chr. lebte. Auf ihn geht die philosophische Methode des strukturierten Dialogs zurück. Sein berühmtester Schüler ist Platon, durch den Sokrates&#8217; Wirken überhaupt erst überliefert wurde. Platon setzte sich mit einer Vielzahl philosophischer Aspekte auseinander. Sein wohl bedeutendstes schriftliches Werk ist &#8220;Politeia&#8221;, zu Deutsch &#8220;Der Staat&#8221;. Der berühmte Aristoteles war wiederum ein Schüler Platons. Seine Lehren wurden maßgeblich in vielen Disziplinen, von der Naturphilosophie bis hin zu Ethik und Staatslehre. Weitere bekannte Philosophen waren Epikur und Zenon von Kition, die im 3. vorchristlichen Jahrhundert lebten. Die philosophischen Lehren des antiken Griechenlands prägten auch die römische Zeit, und waren bis weit über die Antike hinaus die Grundlage philosophischen Denkens. Die Philosophie des europäischen Mittelalters schließlich war stark von der christlichen Theologie geprägt. Einige berühmte Vertreter dieser Epoche sind Augustinus von Hippo, Anselm von Canterbury, Albertus Magnus und Thomas von Aquin.</p>
<h2>Von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart</h2>
<p>Den Übergang zur Neuzeit markiert die Renaissance und der Humanismus im 15. und 16. Jahrhundert. Pioniere einer neuen politischen Philosophie waren unter anderem Niccolò Machiavelli und Thomas Morus. Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Giordano Bruno verbanden Philosophie mit der Naturwissenschaft, deren Erkenntnisse zunehmend kontrovers den theologischen Lehren gegenüberstanden. Mathematisch-naturwissenschaftliche Methodik und das Prinzip der Vernunft führten zum Rationalismus des 17. und 18. Jahrhunderts, zu dessen wichtigsten Vertreter René Descartes, Baruch de Spinoza und Gottfried Wilhelm Leibniz zählen. Ihnen folgten die Aufklärer, wie Jean-Jacques Rousseau, Voltaire und vor allem Immanuel Kant, der von 1724 bis 1804 lebte. Kants Erkenntniskritik und sein Prinzip des &#8220;kategorischen Imperativs&#8221; revolutionierten das philosophische Denken dieser Epoche und führten zum Deutschen Idealismus, mit Hegel als wichtigstem Vertreter. Jeremy Bentham und John Stuart Mill erarbeiteten den Utilitarismus, mit großem Einfluss auf ethische und ökonomische Lehren. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begründete Karl Marx den Kommunismus. Weitere prominente Denker dieses Jahrhunderts waren Arthur Schopenhauer, Sören Kierkegaard und Friedrich Nietzsche. Die Philosophie des 20. Jahrhunderts schließlich ist von zahlreichen Strömungen geprägt. Karl Popper begründete den Kritischen Rationalismus, Paul Karl Feyerabend den Wissenschaftstheoretischen Anarchismus. Martin Heideggers zentrale Arbeit war die Kritik der abendländischen Philosophie. Vertreter der Frankfurter Schule wie Theodor Adorno, Max Horkheimer und Jürgen Habermas entwickelten die Kritische Theorie, mit einer Analyse der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. Bis in die Gegenwart reichende philosophische Strömungen sind hauptsächlich der Poststrukturalismus und die Postmoderne, mit Vertretern wie Jacques Derrida und Jean Baudrillard.</p>
<p>© Kheng Guan Toh &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Friedrich Wilhelm Nietzsche: der alles beeinflussende Philosoph</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 10:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>platokrales</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt schlechterdings keinen Philosophen, der die Literaturgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts stärker beeinflusst hat, als Friedrich Nietzsche. Stärker, und auch nachhaltiger: Sein Einfluss reicht bis tief ins 20. Jahrhundert hinein, und Spuren seines Denkens in Inhalt und Form finden sich selbst in der Literatur der Gegenwart. Unmittelbare Anleihen, Übernahmen und kritische Distanzierungen Kaum eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/08/Friedrich-Nietzsche-224x300.jpg" alt="Friedrich Nietzsche ist der unangefochtene Spitzenreiter in der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts, und wird bis zur heutigen Zeit als der größte Philosoph Deutschlands angesehen." title="Ein Porträt Friedrich Nietzsches" width="224" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-25" /><strong>Es gibt schlechterdings keinen Philosophen, der die Literaturgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts stärker beeinflusst hat, als Friedrich Nietzsche. Stärker, und auch nachhaltiger: Sein Einfluss reicht bis tief ins 20. Jahrhundert hinein, und Spuren seines Denkens in Inhalt und Form finden sich selbst in der Literatur der Gegenwart</strong>.</p>
<h2>Unmittelbare Anleihen, Übernahmen und kritische Distanzierungen</h2>
<p>Kaum eine literarische Schule und auch keiner der einzelgängerischen Protagonisten des Impressionismus und Symbolismus, der Neu-Romantik und des Expressionismus hat bei der Formulierung seines ästhetischen, beziehungsweise poetologischen Programms auf eine produktive Auseinandersetzung mit Friedrich Nietzsches Philosophie verzichtet. Es kam zu unmittelbaren Anleihen und Übernahmen oder zu kritischer Distanzierung. Aber auch Friedrich Nietzsche selbst hat in der Literaturgeschichte weitaus deutlichere Spuren hinterlassen als in der Geschichte der Fächern, in denen der angetreten war, nämlich der Philosophie und Philologie. Für die Verbreitung und Anerkennung seines Werkes haben vor allen die Essays von Dichtern ganz unterschiedlicher Orientierung wie beispielsweise Thomas Mann und Hermann Hesse gesorgt.</p>
<h2>Wirkung des Schaffens Nietzsches</h2>
<p>Die immense Wirkung Nietzsches setzte schon verhältnismäßig früh ein. Obwohl die Kluft zwischen dem naturalistischen &#8220;Sozialismus&#8221; und Nietzsches aristokratisch gefärbtem Subjektivismus denkbar weit zu sein scheint, haben frühe Naturalisten durchaus affirmativ und produktiv auf den Autor der &#8220;Geburt der Tragödie&#8221; und des &#8220;Zarathustra&#8221; reagiert, so zum Beispiel Johannes Schlaf in seiner Lyrik, Sudermann mit seinem deutlichen vom &#8220;Gerhart Hauptmann&#8221; abgeleiteten Konzept des &#8220;ganzen Menschen&#8221; und auch Gerhart Hauptmann, in dessen Werken sich manches von der bacchantischen Wein- und Tanzseeligkeit wiederfindet. Von literaturtheoretisch und -praktisch bestimmender Bedeutung wird Friedrich Nietzsche jedoch erst in den gegennaturalistischen Strömungen der Jahrhundertwende.<br />
War schon bei vielen Autoren vor allem der &#8220;Zarathustra&#8221; anerkannt, so erreichte die Identifikation mit dem Philosophen Friedrich Nietzsche mit seinem zweifellos umstrittensten Werk &#8220;Der Übermensch&#8221; im Expressionismus seinen Höhepunkt. Viele zentrale Konzepte des Expressionismus wie die &#8220;aufsteigende Seele&#8221; oder &#8220;der neue Mensch&#8221; lassen sich mühelos von Nietzsche herleiten. Weitaus kritischer und eben daher auch fruchtbarer war die Auseinandersetzung der großen Einzelgänger unter den (Roman)autoren der Jahrhundertwende mit Nietzsche, vor allem Hermann Hesse und Heinrich Mann. Von überragender Bedeutung aber war Nietzsche zweifelsohne für Thomas Mann. Der lebenslange Dialog zwischen Nietzsche und Thomas Mann, der innerhalb Manns Romane geführt wurde, endete nie.</p>
<h2>Zur Person</h2>
<p>Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900) entstammt einem pietistischen Pfarrhaus. Er wird in Röcken bei Lützen in der preußischen Provinz Sachsen geboren, wo sein Vater das protestantische Pfarramt innehat. Nietzsches Vater stirbt früh, so dass die Erziehung bei der Mutter und den beiden Schwestern liegt. Nach dem Besuch der Bürgerschule und des Domgymnasiums erhält der ungewöhnlich begabte, sehr diszipliniert arbeitende und dabei stets steif wirkende 14jährige Nietzsche eine Freistelle in Schulpforta, wo die Basis zu seiner fundierten klassisch-philologischen gelegt Bildung wird. Es folgt 1864/1865 das Studium der Altphilologie in Bonn. Aufgrund mehrerer erfolgreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen erhält Nietzsche 1869 eine Professur für griechische Sprache und Literatur in Basel. Wegen zunehmender Augen- und Migränebeschwerden, den Symptomen einer syphilitischen Infektion, muss er diese 1879 jedoch wieder aufgeben. In der Folge führt er ein ruheloses Wanderleben zwischen Süddeutschland und Italien. Nietzsches geistige Existenz endet 1889 mit einem vollständigen psychischen Zusammenbruch in Turin; 11 Jahre später stirbt er in Weimar.</p>
<p>Bild: Portät Friedrich Nietzsches, 1882; Das zugrunde liegende Original stammt aus einer Serie von 5 Profilfotographien des Naumburger Fotographen Gustav-Adolf Schultze, Anfang September 1882. Bildquelle: Wikipedia</p>
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		<title>Immanuel Kant: ein Aufklärer im Sinne der Menschheit</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 08:30:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Immanuel Kant, welcher am 22.04. im Jahr 1724 geboren wurde, ist aus keinem Geschichtsbuch mehr wegzudenken, denn er machte sich nicht nur als Schriftsteller mit Werken, wie &#8220;Nathan der Weise&#8221; sondern auch als Aufklärer einen Namen, der weltweit bekannt ist. Immanuel Kant: Eckdaten Als wichtigste Eckdaten seiner Biographie sind der frühe Verlust fünf seiner Geschwister [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/08/Immanuel_Kant_painted_portrait-237x300.jpg" alt="Immanuel Kant war ein Aufklärer und ist eine der Verfächter dieser Epoche, wenn cniht der meist bekannteste." title="Ein gemaltes Portrait von Immanuel Kant" width="237" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-19" /><strong>Immanuel Kant, welcher am 22.04. im Jahr 1724 geboren wurde, ist aus keinem Geschichtsbuch mehr wegzudenken, denn er machte sich nicht nur als Schriftsteller mit Werken, wie &#8220;Nathan der Weise&#8221; sondern auch als Aufklärer einen Namen, der weltweit bekannt ist.</strong></p>
<h2>Immanuel Kant: Eckdaten</h2>
<p>Als wichtigste Eckdaten seiner Biographie sind der frühe Verlust fünf seiner Geschwister und die frühzeitige Bildung im Kindesalter zu nennen. Bereits im Alter von sechzehn Jahren begann er, unter anderem, Naturwissenschaften und Philosophie zu studieren, fand aber vorerst nur eine Anstellung als Hauslehrer. Nachdem er sein Studium 1754 wieder aufnahm, wurde er Privatdozent für über ein Dutzend Fächer. Bei seinem Publikum galt er als sehr beliebt, weniger aber bei der preußischen Zensurbehörde. An Pressefreiheit war im achtzehnten Jahrhundert nicht zu denken, denn die Regierung plagte die Angst vor der Aufklärung.</p>
<h2>Aufruf zum kritischen Denken</h2>
<p>Die Epoche der Aufklärung ist durch das Umdenken der Menschen gezeichnet, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Berühmte Aufklärer, wie Immanuel Kant oder Voltaire riefen das Volk dazu auf, kritischer zu werden und Dinge zu hinterfragen. Dabei zielten sie vor allem auf die damalige Vormachtstellung der Kirche und die Unterdrückung durch den Adel ab. Da jeder Mensch als begabtes Individuum selbst denken und sich eine eigene Meinung bilden kann, sei kein Mensch dazu verpflichtet, sein Leben von anderen in Bahnen lenken zu lassen. Aus diesem Grund sollte die Bevölkerung begreifen, dass die bestehende Gesellschaftsordnung und Hierarchie weder von Gott gewollt, noch zwingend die beste ist. Im Zeitalter der Aufklärung begannen viele intelligente Menschen, darunter auch Immanuel Kant, sich Gedanken zu machen, wie ein besseres System aussehen müsste und wie es durchzusetzen sein wird. Auf die Aufklärung folgte die Revolution, die teilweise auf radikale Art den Weg für eine neue Gesellschaft ebnen sollte.</p>
<h2>&#8220;Der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit&#8221;</h2>
<p>Doch bevor es soweit war, leistete Kant einen großen Beitrag zum Selbstbewusstsein des Bürgers. Seine Definition der Aufklärung, welche &#8220;der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit&#8221; sei, prägte das Denken vieler Menschen. Weiterhin behauptete Kant: &#8220;Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines eigenen Verstandes ohne die Leitung eines andere bedienen zu können. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!&#8221; Die selbstverschuldete Unmündigkeit versinnbildlicht die Widerstandslosigkeit des Volkes, welches seine Bevormundung akzeptierte. Kant übte Kritik an der bedingungslosen Eingliederung der Bürger und Bauern in das Ständesystem und an Adel und Klerus als alleinige Machthaber. Leitung durch einen anderen behindere laut Kant die Entwicklung eines Volkes und Ablasshandel und andere kirchliche Vorgaben engen die Wissenschaft auf einer Grundlage der Vernunft ein.<br />
Kant selbst strebte eine vom Volk ausgehende Regierung an, eine Demokratie. Demokratie leitet sich aus den griechischen Wörtern demos und kratia ab und bedeutet &#8220;Sache des Volkes&#8221;. Er rief die Menschen dazu auf, &#8220;sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen&#8221;, also gegen Missstände der Gesellschaft vorzugehen und sich für die Gleichheit und Freiheit des Menschen einzusetzen. Wenn jeder sich in Politik und Wirtschaft einbringe, so Kant, könne jeder Mensch an seiner eigenen Zukunft und der des Landes mitbestimmen.</p>
<h2>Jede Handlung soll einen Nutzen und keinen Schaden bringen</h2>
<p>Des Weiteren beeinflusste Immanuel Kant Menschen mit seinem Postulat &#8220;Handle so, dass die Maxime deines Wollens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!&#8221;. Er verlangte also nicht nur die Ausrichtung auf das eigene Wohl, sondern auch immer Sinne aller Mitmenschen. Gesetze sollen zur Wiederspiegelung moralischer Werte und nicht als Mittel zur Machtausübung für den Adel aufgestellt werden. Jede Handlung sollte nach Kant so aufgebaut sein, dass sie der Menschheit einen Nutzen, vor allem aber keinen Schaden bringt.</p>
<p>Mit Kants Tod am 12. Februar 1804 ging der Welt eine bedeutende Persönlichkeit verloren, doch werden seine Werke noch heute mit großem Respekt geachtet.</p>
<p>Gemaltes Portrait von Immanuel Kant; Uhrheber: unspecified; Quelle: Wikipedia</p>
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		<title>Das Multitalent Aristoteles und seine wichtigsten Disziplinen</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 15:35:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der griechische Philosoph Aristoteles, der von 384 bis 322 v. Chr. lebte und wirkte, gehörte zu dein einflussreichsten Denkern seiner Zeit und war das, was man heute ein Multitalent nennen würde. Er begründete und beeinflusste etliche Disziplinen, darunter Logik, Ethik, Wissenschaftstheorie, Physik, Biologie, Dichtungstheorie und Staatslehre. Aus seinem Gedankengut entwickelte sich der Aristotelismus. Aristotels Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9" title="Der griechische Philosoph Aristoteles, hier als Statue dargestellt" src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/08/Aristoteles-300x200.jpg" alt="Das Multitalent Aristoteles und seine wichtigsten Disziplinen" width="300" height="200" /><strong>Der griechische Philosoph Aristoteles, der von 384 bis 322 v. Chr. lebte und wirkte, gehörte zu dein einflussreichsten Denkern seiner Zeit und war das, was man heute ein Multitalent nennen würde. Er begründete und beeinflusste etliche Disziplinen, darunter Logik, Ethik, Wissenschaftstheorie, Physik, Biologie, Dichtungstheorie und Staatslehre. Aus seinem Gedankengut entwickelte sich der Aristotelismus.</strong></p>
<h2>Aristotels Leben im Überblick</h2>
<p>Im Alter von 17 Jahren trat Aristoteles in die Akademie Platons in Athen ein und beteiligt sich dort an Lehre und Forschung. Später wurde er Lehrer von Alexander dem Großen, und ab etwa 334 v. Chr. begann er selbständig zu lehren und zu forschen. Um 322 v. Chr. musste er Athen aufgrund von politischen Spannungen den Rücken kehren und starb bald darauf.</p>
<p>Die Schriften des Philosophen, die an die breite Öffentlichkeit gerichtet waren, gingen verloren, die Lehrschriften für seinen Unterricht sind jedoch erhalten geblieben und gliedern sich in folgende Themenbereiche:</p>
<h2>Logik, Wissenschaftstheorie und Rhetorik:</h2>
<p>Aristoteles begründete die formale Logik auf der Grundlage von Diskussionspraktiken, woraus später die Wissenschaftstheorie entstand. Die Rhetorik wird dabei in die Nähe der Logik gerückt, da sie von dem Philosophen als die Kunst, Aussagen plausibel zu machen, beschrieben wurde.</p>
<h2>Naturlehre:</h2>
<p>In der Naturlehre von Aristoteles geht es um die Arten und die Prinzipien der Veränderungen. Der damals wichtigen Frage nach Entstehung und Vergänglichkeit wurde mit Hilfe seiner Unterscheidung von Form und Materie begegnet, wobei Aristoteles meinte, dass die Materie unterschiedlichste Formen annehmen könnte. In seinen naturwissenschaftlichen Betrachtungen ging es außerdem um die Verhaltensweisen der Menschen, sowie der Tiere und deren Funktionen. In der Seelenlehre argumentierte der Philosoph, dass die Seele der leiblichen Hülle als seine Form zukommen würde.</p>
<h2>Metaphysik:</h2>
<p>In der Metaphysik stellte sich Aristoteles gegen Plato und sagte, dass konkrete Einzeldinge die Grundlagen der Wirklichkeit seien.</p>
<h2>Staatslehre und Ethik:</h2>
<p>Das Ziel für jeden Menschen und dessen Leben ist nach Aristoteles die Ethik, die das Glück ausmache. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte man Charaktertugenden ausbilden und mit Verstandestugenden, die man durch Erziehung und Gewöhnung erhalten würde, ergänzen, wozu man dementsprechend mit Emotionen und Begierden umzugehen lernen müsse. Die politische Philosophie von Aristoteles schließt an diese Lehre an, danach wäre der Staat als Form menschlicher Gemeinschaft Voraussetzung für das zu erreichende Glück.</p>
<h2>Dichtungstheorie:</h2>
<p>Darin behandelte Aristoteles vorwiegend die Tragödie, die laut seiner Theorie die Funktion hatte, vor allem Mitleid, aber auch Furcht, zu erregen, um eine Katharsis (Reinigung) von den Emotionen zu bewirken.</p>
<h2>Wen beeinflusste er?</h2>
<p>Die naturwissenschaftlichen Forschungen von Aristoteles wurden nach seinem Ableben von einem seiner Mitarbeiter, Theophrastos, weitergeführt. Die aristotelische Logik war vor allem im lateinisch-sprachigen Mittelalter von großer Bedeutung. Ab dem 12. Jahrhundert lagen die grundlegenden Werke des Philosophen bereits vollständig in lateinischer Übersetzung auf. Diese Schriften sind bis in die frühe Neuzeit maßgeblich gewesen. Eine Auseinandersetzung mit der Naturlehre des Aristoteles hat vor allem die Naturwissenschaft von Spätmittelalter und Renaissance geprägt.<br />
Im arabisch-sprachigen Raum war Aristoteles zur Zeit des Mittelalters der bekannteste Autor der Antike.<br />
Aristoteles´ Werke haben vor allem auch die Geistesgeschichte enorm beeinflusst, viele wichtigen Definitionen und Unterscheidungen von Begriffen wie &#8220;Materie&#8221;, &#8220;Energie&#8221;, &#8220;Form&#8221;, &#8220;Praxis&#8221;, &#8220;Theorie&#8221; gehen auf den großen Philosophen zurück.</p>
<p>© H.D.Volz &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Sokrates der Mensch und der Philosoph</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 12:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>platokrales</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer kennt den Namen Sokrates nicht. Aber wann und wie hat er wirklich gelebt. Sokrates in seinem privaten Leben Sokrates lebte in der Zeit von 470 &#8211; 399 v. Christus. Geboren wurde er in Athen. Sein Vater (Sophroniskos) war Steinmetz und Bildhauer und seine Mutter (Phainarete) war Hebamme. Sokrates war kein schöner Mann. Es hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filosofia.as/wp-content/uploads/2011/08/Sokrates-225x300.jpg" alt="Dieser Artikel handelt vom Leben des Sokrates, von der Geburt bis hin zur Hinrichtung" title="Der Kopf von Sokrates im Louvre" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-45" /><strong>Wer kennt den Namen Sokrates nicht. Aber wann und wie hat er wirklich gelebt.</strong></p>
<h2>Sokrates in seinem privaten Leben</h2>
<p>Sokrates lebte in der Zeit von 470 &#8211; 399 v. Christus. Geboren wurde er in Athen. Sein Vater (Sophroniskos) war Steinmetz und Bildhauer und seine Mutter (Phainarete) war Hebamme. Sokrates war kein schöner Mann. Es hatte eine Knollennase und einen dicken Bauch. Er war relativ klein und seine Augen wurden mehrfach als Froschaugen beschrieben. Besonders war aber sein Charakter, welcher durch eine innere Ausgeglichenheit geprägt wurde. Eine Zeit lang arbeitete Sokrates im Gewerbe seines Vaters. Mit seiner Frau Xanthippe, welche auch unter dem Namen das zänkische Weib in die Geschichte einging, zeugte er drei Kinder. Mit seiner Familie bewohne er ein eigenes Haus in der Vorstadt Alopeke. Andere Quelle berichten, dass er mit seiner Frau Xanthippe nun ein Kind hatte und die beiden anderen Kinder mit einer zweiten Frau.<br />
Stark angenommen wird, dass Sokrates von 431 &#8211; 429 v. Chr. an dem Peloponnesischen Krieg teilgenommen hat.<br />
Im Jahr 339 v. Chr. wurde Sokrates öffentlich, von drei persönlichen Feinden, im Alter von 70 Jahren angeklagt. Der Anklagevorwurf bestand darin, dass er nicht die Götter anerkennt, welche vom Staat anerkannt waren. Es wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Diese drei Personen wurden sofort von anderen Menschen gemieden und erhängten sich, nach Überlieferungen, selbst. Die Vollstreckung wurde um 30 Tage verschoben. Eine lebenslange Freiheitsstrafe wurde abgelehnt. Viele seiner Freunde wollten ihn zur Flucht überreden.<br />
Den Todestag von Sokrates beging er gemeinsam mit seinen Freunden. Seine Ehefrau Xanthippe schickte er weinend davon. Es wurde bis tief in die Nacht über die Unsterblichkeit der Seele diskutiert. Dann nahm Sokrates ruhig und besonnen den Schierlingsbecher und leerte ihn.</p>
<h2>Der Charakter von Sokrates</h2>
<p>Sokrates wird unumstritten als sehr mutig dargestellt. Im Krieg als auch im privaten Bereich war er hilfsbereit und tapfer. Wie eben schon dargestellt, bis zu seinem Tod. Er hatte Geld von seinen Eltern geerbt und hätte ein Leben im Luxus führen können. Er bevorzugte ein einfaches Leben. So konnte ihm auch der Winter nichts anhaben, da er sehr abgehärtet war. Oft war er in Gedanken versunken und vergaß die Zeit und alles andere um sich herum. Er hörte in diesen Abschnitten auf seine innere Stimme. Sokrates versuchte die Menschen, in seine Richtung positiv zu beeinflussen. Nicht indem er sie überredete etwas zu glauben, sondern indem sie selbst durch Gespräche zur eigenen Erkenntnis gekommen sind. Historisch und unvergesslich ist der Spruch von Sokrates &#8220;Ich weiß, dass ich nichts weiß&#8221;.</p>
<h2>Der Philosoph Sokrates</h2>
<p>Ethik war ihm besonders wichtig. Seine Lehren haben weit über sein Leben hinaus die Weltanschauung geprägt. So arbeitete er daran, dass der Mensch zur Selbsterkenntnis kommt. In dieser spiegelt sich die Tugend, die Sitte, die Gerechtigkeit und die Liebe, wieder. Drei Grundregeln stellte Sokrates auf, von denen sich die Menschen leiten lassen sollen. Dazu gehörten auch, dass Argumente über gut oder böse entscheiden sollten oder, dass moralische Fragen selbst beantwortet werden müssen. Was andere darüber denken, sollte keine Grundlage darstellen. Ein weiteres Zitat von Sokrates, welches seine Ideologie unterstützt ist &#8220;Niemand tut freiwillig (wissentlich) unrecht&#8221;.</p>
<p>image: Portrait des Sokrates. Marmor, römische Kunst (1. Jahrhundert), vielleicht eine Kopie einer verlorenen Bronzestatue, von Lysippos gemacht; Eric Gaba (User:Sting), July 2005; Bildquelle: Wikipedia</p>
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